Sozialprojekt „Demenz – Freundlich im Quartier“

Schülerinnen und Schüler des Katholischen Religionskurses der Jahrgangsstufe 9 nehmen am Projekt teil.

Was tun, wenn Menschen im Stadtteil Frohnhausen komisch werden? Wenn sie zu Babys werden und gefüttert werden müssen und sie immer mehr vergessen, schließlich ihre eigenen Verwandten und Freunde nicht mehr kennen?

Auch die Schülerinnen und Schüler der AKS werden im Alltag zunehmend mit Demenzkranken im Stadtteil Frohnhausen konfrontiert und brauchen Aufklärung und Hilfe, wie sie damit menschlich umgehen können.

Am 28.05.2015 findet in den Räumen der AKS die Auftaktveranstaltung zum Sozialprojekt „Demenz – Freundlich im Quartier“ statt. Herr Tobias Wehr vom Mehrgenerationenhaus Essen e.V. wird für die Schülern des Katholischen Religionskurses einen Fachvortrag zum Thema „Demenz“ halten. Anhand vieler Beispiele wird Herr Wehr erklären, mit welchen alltäglichen Problemen Demenzkranke zu kämpfen haben. Er wird verdeutlichen, dass die alltägliche Situation „sich ein Butterbrot schmieren“ für gesunde Menschen keine große Herausforderung ist. Ein Demenzkranker dagegen kann häufig weder mit dem Begriff „Butterbrot“ etwas anfangen, noch weiß er, welche Bedeutung das Wort „schmieren“ genau hat. Die Demenz tritt in vielen verschiedenen Formen auf, Mischformen verschiedener Krankheitsbilder sind besonders häufig. Die meisten Menschen glauben, dass die Krankheit erst im hohen Alter auftritt, das ist jedoch ein Irrtum, da die Demenz auch schon wesentlich früher zum Vorschein kommen kann.

Nach den Sommerferien wird das Sozialprojekt fortgesetzt. Die Schülerinnen und Schüler werden dann das Waldhausenstift und das Otto- Hue – Haus besuchen und mit Demenz- Betroffenen in Kontakt treten. Geplant sind u.a. Spiele- und Vorleseaktionen mit den Betroffenen.