Exkursion nach Ypern

Am 10.03.2017 unternahm der Geschichtskurs (Q1) von Herrn Schmidt in Begleitung von Frau Frommann eine Exkursion nach Ypern, eine kleine Stadt in der belgischen Provinz Westflandern.

Ypern ist ein historisch bedeutsamer Ort, da die Stadt im Ersten Weltkrieg direkt an der Westfront lag, was zur Folge hatte, dass Ypern stark umkämpft und Schauplatz von insgesamt vier großen Schlachten gewesen ist.

Gegen 12 Uhr fuhren wir in einem kleinen Reisebus vom Essen-West-Bahnhof los und kamen nach kurzer Rast, jedoch ohne weitere Verzögerungen am Nachmittag in Ypern an.

Bereits bei unserer Ankunft erwartete uns die erste beeindruckende Sehenswürdigkeit: Am östlichen Eingang zur Stadt befindet sich das Menenpoort, ein Ehrenmal für die gefallenen Soldaten der Britischen Armee des Ersten Weltkriegs.

Nach einer kurzen Einweisung im Hotel, ein altes aber schönes Gebäude, das unser Kurs ganz für sich allein hatte und der Sichtung der Räumlichkeiten, ging es in die Stadt.

Am Abend trafen wir uns wieder am Menenpoort, um uns eine alte Tradition anzuschauen. Seit 80 Jahren wird jeden Tag um 20 Uhr der Verkehr am Stadteingang angehalten und es versammeln sich überwiegend Touristengruppen aber auch Einwohner um mit einer Schweigeminute und dem von Trompetern gespielten „Last Post“ an die Gefallenen zu erinnern.

Die Zeremonie ist mehr als beeindruckend gewesen, auch wenn es nicht ganz leicht war, etwas zu sehen, da der beschränkte Platz unter dem Bogen vollkommen mit Menschen gefüllt gewesen ist. Während der Schweigeminute wirkte es, als wäre die ganze Stadt still gewesen und das Menenpoort mit den eingravierten Namen tausender gefallener britischer Soldaten wirkte am Abend noch imposanter als am Mittag.

Anschließend verbrachten wir noch etwas Zeit auf dem Marktplatz und der sich zu diesem Zeitpunkt dort befindenden Kirmes.

Zurück in unserer Unterkunft nutzten wir den Gemeinschaftsraum samt Fußballkicker, Billardtisch sowie Flipper und genossen den gemeinsamen Abend.

Am nächsten Morgen machten wir uns, nach ausgiebigem Frühstück, auf den Weg zum „In Flanders Fields“-Kriegsmuseum, das sich in dem Gebäudekomplex am Markplatz, den Tuchhallen, ein Unesco-Welterbe, befindet.

Das Museum verfügt über interaktive, personalisierte Armbänder, mit denen dem Besucher die Geschehnisse aus dem Ersten Weltkrieg aus mehreren Perspektiven näher gebracht werden sollen.

Es werden auch verschiedene Aspekte wie die Fladernschlachten, die Kriegspropaganda, die Medizinische Versorgung sowie der erstmalige Gebrauch von Giftgaswaffen durch deutsche Truppen und die Folgen dieser neuen Kriegsführung, beleuchtet.

Besonders gut hat uns gefallen, dass man sich an den verschiedenen Stationen beliebig viel Zeit nehmen und somit die durch Fotografien, Tagebücher, Briefe aber auch Musik und Videos entstandenen Eindrücke auf sich wirken lassen konnte.

Nach dem Museumsaufenthalt durften wir noch einmal durch die Stadt schlendern und die letzten Andenken sowie Souvenirs einkaufen, bevor es dann gegen Mittag zurück Richtung Autobahn und Heimat ging.

Uns ist nicht nur die schöne und interessante Stadt mit den kleinen verspielten Gassen und vielen Denkmälern oder das tolle Hotel im Gedächtnis geblieben, sondern auch die Bedeutsamkeit und Geschichte die hinter diesem Ort stecken und hätten nichts dagegen, Ypern noch einmal zu besuchen.

Nancy Nguyen & Natascha Schlack (Q1)