Exkursion ins Lichtkunstmuseum/Unna

Am 23.11.2016 durften die beiden Kunstkurse von Frau Glade und Frau Eising (GK,Q1) das Lichtkunstmuseum in der idyllischen Stadt Unna besuchen.

Die Exkursion startete gemütlich um 7:50Uhr. Nach der langen Hinfahrt hatten wir noch genug  Zeit die Stadt Unna zu besichtigen. Unna war auf den ersten Blick eine, für uns, sehr interessante Stadt, aufgrund ihrer ruhigen bzw. friedlichen Atmosphäre. Wenig Verkehr, wenig Tumult, und wenig Stress. Hinzu kommen die schönen Fachwerkhäuser, die man in Essen selten zu sehen bekommt. Im Gegensatz zu Essen ist Unna deshalb, unserer Meinung nach, eine sehenswerte Stadt.
Einige Schritte weiter befand sich das Lichtkunstmuseum. Dort angekommen wurden wir von zwei Museumsführerinnen empfangen. Die beiden Kunstkurse trennten sich und wurden durch verschiedene Lichtinstallationen geführt. Eine der Installationen konnte man direkt im Haupteingang betrachten. Es war das Werk von Jan van Munster, welches im Jahre 2005 entstanden ist. Wir warfen einen Blick auf einen „unterirdischen“ Raum. Wir konnten von oben aus verschiedene Wörter erkennen, die in einer neon-blauen Farbe flimmerten. Die Führerin erzählte uns im Anschluss, dass in der vorherigen Zeit das Lichtkunstmuseum eine Brauerei gewesen ist. Das Faszinierende daran ist jedoch, dass man beim Betreten des Museums die historischen Besonderheiten dieser Brauerei erblicken konnte (z.B. die rostigen Rohre, alte Türen und Wände). Man hat versucht die Räumlichkeiten so wenig wie möglich zu modernisieren, damit die Geschichte der Lindenbrauerei bis heute erhalten bleibt. Darüber hinaus ist uns eine gewisse Lichtinstallation im Gedächtnis geblieben. Joseph Kosuths Installation trägt den Titel „Die Signatur des Wortes“ (2001). Dieses sogenannte Environment war aufgrund eines Laufstegs begehbar. Dieser Laufsteg war gefühlte 15 Meter hoch. Man konnte aus dieser Entfernung auf seine Lichtinstallation am Boden hinunterschauen. Wir sahen beim Durchlaufen des Raums einen langen Text, der im weißen Neonlicht leuchtete. Das Beeindruckende daran war, dass der Künstler dies so installiert hat, dass der Text nicht wirklich lesbar war. Dadurch konnte man als Betrachter seine eigenen Gedanken selbst dazu einbeziehen. Ein weiteres Indiz für unsere Begeisterung war das Werk von dem Künstler Mischa Kuball mit dem Titel „Space-Speech-Speed“ (2001). Auf dem ersten Blick sah man lauter sternenähnliche Punkte, die sich, aufgrund von Discokugeln, im Kreis gedreht haben. Beim genaueren Hinschauen erkannte man winzige Buchstaben, die die Worte „Space“, „Speech“ und „Speed“ abgebildet haben. Wir empfanden diese Installation als eine Darstellung des Weltalls bzw. der Folgen des bekannten Urknalls, da die vielen kleinen Buchstaben ein Durcheinander aufgezeigt haben. So hat der Künstler mit unserer Wahrnehmung gespielt. Außerdem entdeckten wir ein Werk von dem Künstler Christian Boltanski, den wir bereits im Unterricht besprochen haben. Seine Rauminstallationen umfassten meist die Themen: Tod, Erinnerung und Vergänglichkeit. Seine Installation mit dem Namen „Totentanz“ (2002) soll die Erinnerungen oder Visionen aus der Kindheit in uns erwecken. Die vielen Schattenfiguren von Teufeln, Hexen und Skeletten, die leicht umherschwebten,  sorgten für ein beklemmendes Gefühl. Es fördert zusätzlich die Angst vor dem Tod.

Zusammenfassend kann man sagen, dass der Besuch des Lichtkunstmuseums sehr empfehlenswert ist. Laut unserem Empfinden waren alle Lichtinstallationen auf ihre eigene Art und Weise staunenswert. Wir konnten diverse Installationen betreten, belauschen und sogar berühren. Sie haben uns zum Nachdenken angeregt, sodass wir dadurch viele Eindrücke mit nach Hause nehmen konnten. Unsere Erwartung war, dass es sich hier nicht um ein gewöhnliches Museum handelte,  und wir waren letztendlich mit dem, was wir gesehen haben,  sehr zufrieden.

Natascha Schlack, Nancy Mi Nguyen